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Stipendien für einen High School-Aufenthalt in Neuseeland

drei Personen vor Laptop von oben

Wer ein Auslandsjahr an einer Highschool in Neuseeland macht, der entschließt sich zu einer Once-in-a-lifetime-Erfahrung. Dabei geht es nicht nur um die persönliche Entwicklung und Horizonterweiterung, sondern häufig auch darum, Pluspunkte für den eigenen Lebenslauf zu sammeln. Ein Auslandsaufenthalt kann sich als Sprungbrett für die eigene Karriere erweisen und sich so auf viele Arten rentieren. Dafür ist aber natürlich erst einmal eine Investition erforderlich, denn ein Auslandsjahr in Neuseeland hat seinen Preis. Für den einjährigen Aufenthalt in Neuseeland inklusive dem Highschool-Besuch sind Kosten von mindestens ca. 17 600 € einzukalkulieren. Erfreulicherweise stehen für diese anerkannte Erweiterung des Horizontes diverse Fördermittel erstens vom deutschen Staat, zweitens von unterschiedlichen Organisationen zur Auswahl. Stipendien sind eine weitere Optionen, die dabei helfen können den erträumten Auslandsaufenthalt zu realisieren.

Auslands-BAföG

Auslandsaufenthalte, die während der Schulzeit stattfinden, fördert der deutsche Staat unter gewissen Voraussetzungen mit Auslands-BAföG. Die Höhe der finanziellen Förderung für den Schulbesuch im Ausland errechnet sich nach dem Einkommen der Eltern. Hierfür ist das Ausfüllen eines Antragsformulars notwendig. Im Höchstfall beträgt die finanzielle Unterstützung maximal 504 € pro Monat. Der deutsche Staat zahlt das Auslands-BAföG im Normalfall maximal für ein Schuljahr. BAföG-Berechtigte erhalten hinzukommend einen Zuschuss für die Reisekosten in der Höhe von 1000 €. Auslands-BAföG für Schüler unterscheidet sich glücklicherweise insofern von dem für Studenten, dass der Staat keinerlei Rückzahlung dieser Fördermittel verlangt.

ODENZ-Stipendium

Zu dem Verbund ODENZ (Outdoor Education New Zealand) gehören über 20 Highschools in Neuseeland. Abgesehen von den klassischen Unterrichtsfächern, bieten diese Schulen den Schülern Sportarten wie beispielsweise Klettern, Kajak fahren, Tauchen und Wandern an. Das Konzept dient dem individuellen Begünstigen der persönlichen Entwicklung und Sozialkompetenz jedes einzelnen Schülers. Zuerst erlernen die Schüler im Unterricht diese Fertigkeiten, um sie nachher in freier Natur in der Praxis zu verwirklichen. Neuseeländische ODENZ-Schulen haben für Austauschschüler mit Lust auf Outdoor-Action ein Teilstipendium im Wert von 2000 € im Programm.

Gesellschaft für Deutsch-Australischen/Neuseeländischen Schüleraustausch

Jedes Jahr erhalten etwa 25-30 Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, über ein Stipendium der Gesellschaft für Deutsch-Australischen/Neuseeländischen Schüleraustausch (GDANSA) an einem Austausch auf Gegenseitigkeit teilzunehmen. Von November bis Februar erleben zunächst die Austauschpartner aus Australien/Neuseeland den deutschen Schul- und Familienalltag, anschließend leben die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Juni bis September bei ihren Gastgeschwistern und besuchen die dortige High School. Das Programm richtet sich an Schülerinnen und Schüler der 9. bis 11. Klassenstufe, die als selbstbewusste, offene und engagierte Menschen Interkulturalität vermitteln und vorleben wollen. Schul- und Visagebühren, Organisation und Betreuung der Jugendlichen in dem Stipendium inbegriffen. Flugkosten, begleitende Camps, Versicherungen und Taschengeld müssen selbst getragen werden. Bewerbungsschluss ist der April des vorangehenden Schuljahres.

WELTBÜRGER-Stipendien

Die Idee hinter den WELTBÜRGER-Stipendien ist es, eine gemeinsame Plattform für die Ausschreibungen verschiedener Austauschorganisationen zu bieten. Sowohl kleine als auch große Organisationen haben somit die Möglichkeit, ein Stipendium auszuschreiben und sich den angehenden Stipendiaten zu präsentieren. Aus der Überzeugung, dass junge Menschen sich durch die intensive Kulturerfahrung während eines Auslandsaufenthalts ganzheitlich weiterbilden und dabei einen wichtigen Beitrag zur Völkerverständigung – und somit zur Wahrung der Würde und Freiheit jedes einzelnen Menschen – leisten, schreiben Austauschorganisationen, Unternehmen und der unabhängige Bildungsberatungsdienst weltweiser zahlreiche WELTBÜRGER-Stipendien aus. Darunter finden sich auch solche, die ein High School Jahr in Neuseeland fördern.

Highschool Auslandsjahr mit einer Austauschorganisation

Des Weiteren schreiben Austauschorganisationen oftmals Stipendien für die eigenen Programme aus. Es lohnt sich also immer, konkret bei der Organisation, für die man sich entschieden hat, ob die Möglichkeit besteht, sich auf eine finanzielle Förderung zu bewerben. Dabei können die Auswahlkriterien ganz unterschiedlich sein und reichen von besonders guten schulischen Leistungen über das soziale Engagement bis hin zu den Einkommensverhältnissen der Eltern.

Andere Geldquellen

Sogenanntes Fundraising ist eine weitere Alternativlösung. Bei der örtlichen Industrie- und Handelskammer ist eine Liste mit den ansässigen Firmen und Geschäften verfügbar, die man einsehen kann. Dann muss man selbst aktiv werden und sich sozusagen “vermarkten”: Eine Anfrage bei Banken, Versicherungen sowie Geschäften der näheren Umgebung oder bei lokalen Medien kostet nichts und liefert diesen Content. Denn letztlich kann es für das Image einer Firma sehr förderlich sein, junge Menschen bei Weiterbildungsvorhaben zu unterstützen. Im Gegenzug kann man anbieten Fotos und Texte zur Verfügung zu stellen, die das Unternehmen zum Beispiel online präsentieren kann. Vorab sollte man sich aber eine Strategie überlegen und Argumente vorbereiten, um die potenziellen Geldgeber zu überzeugen. Selbstbewusstein schadet hier bestimmt nicht.

Auch die Rotarier können finanziell aushelfen: Der Rotary Club hat es sich zum Ziel gesetzt, jungen Menschen Begegnungen mit anderen Kulturen und Lebensweisen sowie ein Kennenlernen unterschiedlicher Sichtweisen und Perspektiven zu ermöglichen. In diesem Sinne führt der Rotary Club u.a. Jahresaustauschprogramme durch, die auf Gegenseitigkeit beruhen. In diesem Kulturaustausch sollen Austauschschüler einerseits ein neues Land, seine Bevölkerung und Lebensgewohnheiten kennen lernen, andererseits im Gastland über ihre Heimat berichten. Es können sich sowohl Kinder von Rotariern als auch Kinder aus Familien ohne Mitgliedschaft in einem Rotary Club bewerben. Interessenten können sich beim örtlichen Rotary Club vorstellen.


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