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Wer bezahlt die Gastfamilien?

Neuseeländische Dollar

Im Gegensatz zu einigen anderen Ländern bekommen Gastfamilien in Neuseeland für die Aufnahme von Schülerinnen oder Schülern meistens Geld. Dieses erhält die Gastfamilie in der Regel von der Austauschorganisation oder der Schule, die sich die Kosten dann über die Gebühren von den Programmteilnehmern bzw. deren Eltern erstatten lässt. In manchen Fällen wird die Gastfamilie aber auch direkt bezahlt – das kommt auf das jeweilige Programm und die Organisation des Austauschs an.

Wie hoch die Summe ist, hängt von der Austauschorganisation ab und variiert sehr stark. Einige Organisationen zahlen den Gastfamilien oder Gasteltern nur eine Aufwandsentschädigung von 150 € oder weniger pro Monat. Andere Organisationen bezahlen für die Aufnahme eines Gastschülers oder einer Gastschülerin auch bis zu 600 € oder mehr an die Gastfamilie. Dies sollte bei der Auswahl des Programms bedacht werden, auch wenn die Kosten für die Gastfamilie nicht immer transparent aufgeschlüsselt werden.

In welcher Gastfamilie die Schülerinnen oder Schüler unterkommen organisiert in der Regel die Austauschorganisation. Je nach Austauschprogramm wählt auch die Schule selbst geeignete Gastfamilien für ihre Austauschschüler aus. Je nach Programm gibt es bereits vor dem Austausch die Möglichkeit, die Familie kennenzulernen, um sich ein Bild davon zu machen, ob sie zu einem passt.

Darüber hinaus gibt es mitunter auch Möglichkeiten, sich selbst eine Unterkunft bei einer Gastfamilie zu suchen. Neben Agenturen, die beauftragt werden können, gibt es für Städte wie Auckland auch Plattformen wie Homestay mit Unterkunftsangeboten in Gastfamilien oder Haushalten, die von Optionen für ein paar Tage bis hin zu mehreren Monaten reichen. Meistens kann auch Verpflegung gegen den entsprechenden Preis mitgebucht werden. Auch hier reichen Angebote von 15 € pro Nacht bis hin zu 30 und mehr € pro Nacht. Da Schüler in der Regel noch minderjährig sind, wenn sie eine Austauschjahr an der Highschool unternehmen, dürfen sie nicht alleine in einem Haushalt wohnen. Einige Schulen bieten aber auch – alternativ zur Unterbringung in einer Gastfamilie – Plätze im schuleigenen Internat an.

Gastgeber und ihre Gründe

Die neuseeländische Kultur ist offen, bodenständig und gesellig. Nimmt eine Gastfamilie Schülerinnen oder Schüler auf, werden sie schnell bei gemeinsamen Aktivitäten und gemeinsamen Treffen zum Essen und Trinken in die Familie und den Freundeskreis integriert. Gerade Solidarität und die damit verbundenen Hilfsbereitschaft werden in Neuseeland hoch geschätzt. Die meisten Familien sind selbst sehr offen, hilfsbereit und gastfreundlich – und erwarten umgekehrt dann auch von ihrem Gast, dass er oder sie sich entsprechend in der Familie einbringt.

Familien, die eigene Kinder im schulfähigen Alter haben, sehen einen Austausch häufig auch als eine tolle Chance, den eigenen Horizont zu erweitern, andere Kulturen kennenzulernen und ihre Kinder auf diese Weise weltoffen zu erziehen. Darüber hinaus gibt es auch Ehepaare, die keine Kinder haben oder deren eigene Kinder bereits erwachsen sind, denen es eine sinnstiftende Herzensangelegenheit ist, Gäste aus aller Welt bei sich aufzunehmen, ihnen einen schönen Aufenthalt zu ermöglichen und ihnen dabei die Landeskultur nahezubringen.

Bekommt eine Familie für die Aufnahme einer Schülerin oder Schülers aus einem Gastland mehrere hundert Euro pro Monat, kann dies natürlich auch hier und dort ein finanzieller Anreiz sein, Gäste bei sich aufzunehmen. Andererseits ist das Leben in Neuseeland nicht sehr preisgünstig, sodass es umgekehrt auch einen gewissen finanziellen Aufwand bedeutet, einen Gast bei sich aufzunehmen. Gerade dann, wenn die Familie ihrem Gast auch gerne ihr Land zeigen und ihm die Teilnahme an kulturellen und sportlichen Ereignissen ermöglichen möchte, ist das ebenfalls mit Kosten verbunden. Deshalb ist das Geld in der Regel gut angelegt und wird oft voll und ganz in den Gast investiert.

Fällt die Aufwandsentschädigung für die Gastfamilie gering aus, lassen sich damit allenfalls die zusätzlich anfallenden Kosten für Lebensmittel, Wasser, Strom und Fahrten decken. Dann gehört auch eine große Portion Idealismus und Freude am Austausch dazu, Gäste bei sich aufzunehmen. Die Lebenshaltungskosten sind in der Regel etwas höher als in Deutschland – besonders was Lebensmittel betrifft. Doch gibt es Unterschiede zwischen den verschiedenen Städten. Während Auckland besonders hohe Lebenshaltungskosten hat, sind Städte wie Hamilton oder Tauranga günstiger.

Dafür, dass Geld aber so oder so auf keinen Fall der einzige Grund ist, Gäste bei sich aufzunehmen, sorgen gute Austauschorganisationen, indem sie ihre Gastfamilien sorgfältig prüfen. Denn nur dann, wenn sichergestellt ist, dass Gastschülerinnen und Gastschüler ein annehmbares Zuhause erwartet, wo sie herzlich in die Familie aufgenommen werden, ist der Austausch ein voller Erfolg. Sollte es mit der Gastfamilie Probleme geben, haben viele der Austauschorganisationen Ansprechpartner vor Ort. Diese kümmern sich bei Konflikten oder können in Extremfällen auch für einen Wechsel der Gastfamilie sorgen.

Hier kann ein Blick in Bewertungen und Erfahrungsberichte nützlich sein, um sich aus der Vielfalt an Angeboten das passende Programm herauszusuchen. Es kommt auch auf die Persönlichkeit der Schülerin oder des Schülers an, ob ein Homestay in einer Gastfamilie das Richtige ist, oder eine Unterbringung unter Gleichaltrigen in einem Schulinternat in Frage kommt.

Um den Aufenthalt mit einer Unterbringung in einer Gastfamilie zu finanzieren, können Schülerinnen und Schüler sich auch ihrerseits auf Stipendien bewerben. Eine Reihe von Stiftungen und Verbänden, vom Bildungsberatungsdienst weltweiser bis hin zu regionalen Vereinen oder Unternehmen, vergibt Stipendien über mehrere tausend Euro, die ein Zuschuss zu den Gesamtkosten sein können. Hierüber kann man sich etwa online oder über Bildungsmessen informieren. Die Voraussetzungen sind häufig herausragende Leistungen in der Schule, im musikalischen oder im sportlichen Bereich. Manche Stifter legen aber auch großen Wert darauf, außergewöhnliches soziales Engagement zu würdigen. Gerade bei weniger bekannten und lokalen Stipendien stehen die Chancen auch bei durchschnittlichen Schulnoten häufig gar nicht schlecht und die Bewerbung lohnt sich.


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