Erwartungen der Gastfamilie bei einem Schüleraustausch Neuseeland

Erwartungen der Gastfamilie in Neuseeland

Wer als Gastschüler nach Neuseeland reist sollte wissen, dass seine Gastfamilie sich sehr auf die Ankunft des Jugendlichen freut. Denn gerade von Neuseeland aus ist es nicht so einfach möglich, nach Belieben in ein Nachbarland zu reisen. Deshalb wird die Gastfamilie gerne die Gelegenheit nutzen, zumindest von ihrem Gastschüler einiges über fremde Länder zu erfahren. Trotz der Freude über den vorübergehenden Neuzugang in der Familie sollte klar sein, dass auch in einer Gastfamilie Regeln existieren, die es einzuhalten gilt.

Mitarbeit im Haushalt

Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Familie schon relativ früh nach der Ankunft (auch bereits am zweiten Tag des Aufenthalts) auf das neue “Familienmitglied” zukommt, um mit diesem die zu erledigenden Aufgaben abzusprechen. Hierbei sollte es sich natürlich um ein realistisches Arbeitspensum handeln. Dies kann aber deutlich größer als zu Hause ausfallen, abhängig von den bisherigen Pflichten. Als Gastschüler tut man gut daran, seine Hausarbeit ernst zu nehmen und gewissenhaft zu erledigen, wenn man keinen Konflikt mit den Gasteltern riskieren möchte.

Darüber hinaus sollten Vor- oder Ratschläge, die von den Gasteltern kommen, nicht unbedingt nur als optional angesehen werden. Denn die Neuseeländer bitten oft höflich um Dinge, von denen sie dann aber auch erwarten, dass sie passieren. Kommt man diesen Vorschlägen nicht nach, kann das zu Enttäuschung auf Seiten der Gastfamilie und in Folge zu potenziellen Spannungen führen. Deshalb ist es besser, sich für den entsprechenden Vorschlag zu bedanken und diesen dann zu verwirklichen.

Neben den ohnehin von den Gasteltern vorgesehenen Pflichten ist es außerdem ein Gebot der Höflichkeit, wenn man als Gastschüler ab und an gesondert Aufgaben übernimmt. Das kann beispielsweise freiwillig ein oder zweimal Kochen in der Woche sein, wo man Rezepte aus seiner Heimat kocht. Dadurch zeigt man der Familie, dass man bemüht ist, sie sowohl an seiner eigenen Herkunft teilhaben zu lassen als auch Aufgaben im Haushalt zu übernehmen. Viele Neuseeländer, vor allem im Süden, betreiben Farmen, auf denen man ebenfalls stets seine Hilfe anbieten kann und auch sollte.

Man selbst bleiben: Authentizität

Da die Gastfamilie im Vorfeld bereits Texte und Fotos mit Informationen über den Jugendlichen erhalten hat, wäre es ein Fehler, die dort dargestellten Seiten der eigenen Persönlichkeit nicht zu zeigen. Denn dies war schließlich einer der Gründe, warum man von einer bestimmten Gastfamilie ausgewählt wurde. Wenn sich die Gasteltern also zum Beispiel für ein Hobby interessieren, das man angegeben hat, ist das eine tolle Möglichkeit, dieses gemeinsam auszuüben. Daher sollte man in seiner Vorstellung auch keinesfalls lügen oder übertreiben, sondern ein realistisches Bild der eigenen Hobbys und Interessen skizzieren. Alles andere könnte zu Frustration bei der Gastfamilie führen. Wer eine Vorliebe für Tiere mitbringt, sollte dies ganz bewusst und aktiv demonstrieren, wenn er oder sie bei einer Gastfamilie mit mehreren Tieren wohnt. Es wird die Gastfamilie stets erfreuen, wenn man bei allem, worüber sie bereits informiert ist, auch vor Ort die Initiative ergreift und die Gasteltern sowie Gastgeschwister so gut wie möglich einbindet. Neuseeland ist ein herzliches Land und so gestalten sich auch die zwischenmenschlichen Beziehungen.


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